Leistungsnachweis in Telgte am 08.05.2010
Telgte - Schnell muss es gehen: Die
Schläuche werden mit einem gewaltigen Schwung ausgerollt, während die ersten
Kameraden weiter nach vorne stürmen, um den Löschangriff vorzubereiten. Den
Passanten an der Planwiese bot sich am Wochenende ein ungewöhnliches Bild: Rund
1000 Feuerwehrleute, dazu die passenden Einsatzfahrzeuge, tummelten sich dort.
Die Wehrleute aus den 13 Städten und Gemeinden des Kreises Warendorf wollten
sich beim Leistungsnachweis sportlich messen und auch sehen, wo sie im Vergleich
stehen. Wegen ihres 125-jährigen Bestehens war die Feuerwehr Telgte dieses Mal
der Gastgeber.
„Die Männer müssen fünf Stationen absolvieren: einen
Löschangriff, Knoten und Stiche, einen Staffellauf mit Hindernissen, Erste Hilfe
und auch einen schriftlichen Teil“, erklärte Udo Bubbel, Löschzugführer der
Freiwilligen Feuerwehr. Insgesamt seien rund 85 Gruppen an den Start gegangen.
Doch nicht etwa ein Ausschluss oder eine Strafe warteten auf die Wehrleute, die
die vorgegebenen Anforderungen nicht erfüllten. „Es geht in erster Linie darum,
die Qualifikation der Gruppen zu testen“, so Bubbel. Niemand werde aus der
Feuerwehr verbannt, nur weil er den Test möglicherweise nicht besteht. Und
durchfallen kann man relativ schnell. „Wer beispielsweise nicht den gesamten
Löschangriff in fünf Minuten schafft, ist schon durchgefallen, auch wenn es nur
ein Sekunde länger dauert.“ Dann wisse aber die Gruppe, an welchen Stellen sie
noch zu arbeiten habe. Darüber hinaus solle der Wettbewerb die Kameradschaft
über die Ortsgrenzen hinweg fördern.
„Die Veranstaltung hat schon Tradition. Das Ergebnis spricht nur für die
Fähigkeit, eine Aufgabe in einer entsprechenden Zeiteinheit zu erledigen, sagt
aber nichts über die Qualität eines Löschzuges aus“, so Kreisbrandmeister Heinz
Nordhoff. Er sprach von einer Art „Sportabzeichen“ der Feuerwehrleute.
„Feuerwehren sind die ältesten Bürgerbewegungen im Land“, mit diesem Zitat von
Richard von Weizäcker begrüßte Heribert Schönauer die örtlichen Wehrführer aus
den Gemeinden zu einem Empfang im Rathaus. „Das Engagement der Feuerwehrleute
kann man nicht hoch genug würdigen.“ Detlef Ommen, stellvertretender Landrat,
betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit einer guten Ausbildung. „Die Arbeit
der Wehrleute zeichnet sich durch das Helfen aus und verdient unseren Respekt
und unsere Anerkennung“, so Ommen, zumal dieser Einsatz ehrenamtlich erfolge.
Der Löschzug Rinkerode hat mit 2 Gruppen erfolgreich am Leistungsnachweis
teilgenommen.
Für Fotos
HIER klicken.Quelle: Westfälischen Nachrichten vom
10.05.2010
