
900 000 Euro würde der Ausbau an der Sendenhorster Straße kosten. Doch Bürgermeister Paul Berlage hält diese Lösung - die Pläne stellte Architekt Klaus Mattern in der Sitzung vor - für „nicht optimal“. Aus diesem Grund bat er die Ausschussmitglieder, ihm einen Prüfungsauftrag zu erteilen, in dem bis zum Herbst festgestellt werden soll, inwieweit es praktikabel und finanzierbar wäre, ein komplett neues Feuerwehrgerätehaus für Drensteinfurt zu bauen. Rund 1,4 Millionen Euro werden nach ersten Schätzungen für eine neue Wache an einem anderen Standort - im Gespräch ist die Adenauer-Straße - veranschlagt. „Wir müssen schnell sein, denn es besteht dringender Handlungsbedarf. Scheitert das Konzept, kommen wir auf die Ausbaupläne von Herrn Mattern zurück“, sagte der Bürgermeister.
„Wir stimmen grundsätzlich zu, über einen
neuen Standort nachzudenken. Aber das muss in absehbarer Zeit passieren. Wir
müssen schnell Verbesserungen schaffen“, sagte CDU-Fraktionschef Heinz Töns.
Ähnlich sah es der SPD-Fraktionsvorsitzende Reinhard Bünnigmann: „Die
Erweiterung halten wir nicht für die optimale Lösung. Ein Neubau wäre besser.“
Erna Trojahn, Fraktionsvorsitzende der FDP, warnte vor den zusätzlichen Kosten,
die durch den Bau eines neuen Gerätehauses entstünden. „Wir sollten an die
Ausgaben denken. Wir müssen das alles bezahlen. Über uns schwebt jetzt schon das
Damoklesschwert des Haushaltssicherungskonzeptes.“
Bei der Vorstellung des Brandschutzbedarfsplanes wurde deutlich, dass die
Feuerwehr Drensteinfurt ein Drehleiterfahrzeug anschaffen muss. „Die Höhe des
dritten Geschosses übersteigt bei vielen Häusern die Höhe unserer Leitern“,
erläuterte der stellvertretende Wehrführer Willi Mussenbrock. Auf dem
Gebrauchtmarkt sei ein Drehleiterfahrzeug für 300 000 bis 350 000 Euro zu haben.
120 Gebäude in den drei Ortsteilen sind betroffen, die über keinen zweiten
Rettungsweg wie eine Außenleiter verfügen.