Drensteinfurt - An der Drensteinfurter Feuerwache muss etwas passieren. Das hat die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes unmissverständlich klargemacht. In der Fahrzeughalle ist zu wenig Platz. Eine Abgasabsauganlage fehlt. Kritisiert werden fehlende beziehungsweise zu kleine Büro- und Schulungsräume. Wenn das benötigte Hubrettungsfahrzeug angeschafft wird, fehlt es an Stellplätzen.

Der Stadt bleiben zwei Alternativen: Die Erweiterung mit Umbau des
Feuerwehrgerätehauses an der Sendenhorster Straße würde, so die Berechnungen des
Lüdinghauser Architekten Klaus Mattern, 900 000 Euro kosten.
Lösung Nummer zwei
ist ein kompletter Neubau an einem anderen Ort. Diese Alternative wird von der
Stadt wohl ernsthaft geprüft, ist der Vorlage für die Sitzung des Haupt- und
Finanzausschusses am kommenden Montag zu entnehmen. Obwohl sie deutlich teurer
ist. Für den Neubau wird eine Fläche an der Konrad-Adenauer-Straße ins Auge
gefasst. „Das ist aber nur eine von vielen Alternativen, die geprüft werden
müsssen“, sagte Bürgermeister Paul Berlage auf Anfrage der Westfälischen
Nachrichten. Das Grundstück an der Sendenhorster Straße soll verkauft werden.
Die benötigte neue Fläche müsste gekauft werden. Die Stadt spekuliert bei diesem
Geschäft auf einen Gewinn. Veranschlagt werden für den Neubau Kosten in Höhe von
rund 1,4 Millionen Euro.
Für die Aufgabe des Standortes Sendenhorster Straße spricht, so die Stadt, dass
dort in den kommenden Jahren kein Spielraum für eine bauliche Erweiterung
besteht. Auch deshalb, weil der Kreis Warendorf signalisiert hat, die
Rettungswache am derzeitigen Standort belassen zu wollen.
Die Stadt bezieht bei ihrer Beurteilung auch den demografischen Wandel mit ein.
Dieser könnte in den nächsten Jahrzehnten auch Einfluss auf die Größe der
Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt haben. „Dabei ist nicht auszuschließen, dass
es langfristig zu einer Zentralisierung der einzelnen Löschzüge und Standorte
kommen kann“, heißt es in der Vorlage. Das Anforderungsprofil an das
Feuerwehrgerätehaus würde sich dadurch gravierend verändern. Unter anderem
würden mehr Stellplätze benötigt.
Am Montag soll die Verwaltung damit beauftragt werden, die Umsetzbarkeit eines
Neubaus in rechtlicher und finanzieller Hinsicht zu prüfen.