Erfolg gibt´s nur im Team

Alverskirchen - „Jetzt dürfen sie an Einsätzen teilnehmen!“, freute sich Schriftführer der Lehrgangsleitung Holger Schwerdt. Die seit den Sommerferien im vergangenen Jahr laufende Ausbildung der Ausbildungsgemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehr konnten nun alle 31 Teilnehmer mit der Abschlussprüfung der erfolgreich beenden. Auf dem Gelände des Alverskirchener Gewerbegebiets Kleikamp wurde das praktische Können der Bewerber getestet. Neben den Prüflingen aus Everswinkel und Alverskirchen nahmen auch junge Männer und auch Frauen aus Telgte, Drensteinfurt, Ostbevern und Sendenhorst teil. „Es besteht eine Ausbildungsgemeinschaft aus fünf Orten“, erklärte Schwerdt.


Nach der schriftlichen Prüfung galt es für die Nachwuchs-Feuerwehrleute, sich auch im
praktischen Teil zu bewähren und im Team Aufgabenstellungen zu bewältigen. Fotos: (Rapp)

Die Ausbildungsleiter aus Ostbevern und Rinkerode, Martin Herte und Dirk Kleiböhmer, freuten sich, dass nach der schriftlichen Prüfung nun auch alle ihre Schützlinge, die bei Ablegung der Abschlussprüfungen mindestens 18 Jahre alt sein müssen, den praktischen Test bestanden haben und nun die Freiwillige Feuerwehr bei ihren Einsätzen tatkräftig unterstützen können. Im theoretischen Teil wurden vor allem die Fahrzeugkenntnis und das Wissen der Verhaltensregeln überprüft, was die Basis für das praktische Können bildet.
Im Gewerbegebiet mussten die Prüflinge ihre Fähigkeiten in den Bereichen Löschangriff und Technische Hilfe - dazu gehört auch, bei gefluteten Kellern zu helfen und bei Verkehrsunfällen zu retten - unter Beweis stellen. In Gruppen, bestehend aus acht Einsatzkräften und nach Ortsteilen gemischt, mussten sie zeigen, dass sie die Abläufe bei verschiedenen Szenarien verinnerlicht haben und die Aufgaben unter den acht Personen richtig verteilen können. Teamarbeit - auch und vor allem zwischen den verschiedenen Ortsteilen - sei besonders wichtig und werde so von Anfang an geübt. Dieses Prinzip wurde auch bei der Auswertung der Übungen übernommen: „Hier wird keine Einzelbewertung gemacht“, erläuterte Schwerdt, denn nur im Team könnten später erfolgreiche Einsätze gelingen.

Nach bestandener Prüfung aller 31 Teilnehmer lobten die Wehrführer ihre Schützlinge für ihr Engagement, da sie nun schon seit den Sommerferien 2009 zwei Mal wöchentlich für diesen Abschluss geübt und somit viel ihrer Freizeit geopfert hatten. Die Grundausbildung, die in den letzten Jahren immer anspruchsvoller und umfangreicher geworden ist, war auch für die Ausbilder unheimlich zeit- und personalintensiv. Umso schöner ist es, dass sich der Einsatz aller Beteiligten nun ausgezahlt hat.

Quelle: Westfälischen Nachrichten vom 30.03.2010