First Responder - was ist das ?
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In Deutschland wird der Begriff First-Responder von Feuerwehren und Hilfsorganisationen verwendet. First Responder sollen die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung, dem sogenannten Therapiefreien Intervall (Zeitraum vom Eintreten eines medizinischen Notfallereignisses bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels) verkürzen sowie die Ersthelfer und/oder Angehörigen vor Ort unterstützen. Entstanden ist diese Einrichtung aus der Erkenntnis, dass der organisierte Rettungsdienst oft zu lange zum Einsatzort benötigt, um schwere gesundheitliche Schäden von Notfallpatienten abzuwenden, allerdings die mangelnde Notfallhäufigkeit in meist ländlichen Bereichen die Vorhaltung zusätzlicher Rettungsmittel nicht rechtfertigt. Hintergrund ist wohl auch die Tatsache, dass in ländlichen Bereichen bereits ehrenamtliche Hilfskräfte verschiedener Hilfsorganisationen und Gruppierungen vor Ort etabliert sind. Das eingesetzte Personal verfügt über eine geregelte Ausbildung und die Hilfeleistung hat ein Niveau deutlich oberhalb der Laienhilfe erreicht. An der ersten Stelle innerhalb der Rettungskette steht die Laienhilfe durch Ersthelfer; der Erfolg oder Misserfolg der gesamten Hilfeleistung wird hier maßgeblich entschieden. Es wird jedoch immer wieder festgestellt, dass nur selten effektive Erste-Hilfe-Maßnahmen von Laien durchgeführt werden. Besonders dramatisch wirkt sich dieser Sachverhalt bei den präklinischen Reanimationen aus. Mehr als 50 % aller Herzerkrankungen ereignen sich außerhalb des Krankenhauses. Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kammerflimmern oder Kreislaufstillstand (Herz-Kreislauf-Versagen) nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelegung behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um 10 % sinken. Nach bereits sechs bis acht Minuten fehlender Sauerstoffversorgung können schwere irreversible Schäden am Hirn auftreten. Auch bei weiteren Notfallsituationen wie z. B. stark blutenden Verletzungen, Verkehrsunfällen, Vergiftungen, Verbrennungen, Kindernotfällen etc. werden die First Responder eingesetzt. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit. Alle Maßnahmen der Ersten-Hilfe und Reanimation können von den First-Respondern mit einer qualifizierten Ausbildung und speziellen Ausrüstung (siehe hierzu auch „Ausrüstung der First Responder Rinkerode“) schon nach wenigen Minuten unterstützt oder eingeleitet werden. Durch die Verkürzung des therapiefreien Intervalls können viele Patienten selbst nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vollständig genesen. Bei Unglücken und Unfällen ist der First Responder außerdem verantwortlich für eine konkrete Einschätzung der Lage am Unglücksort und kann durch qualifizierte Rückmeldungen über BOS-Funk Einsatzkräfte nachfordern und einweisen, so dass eine effektive Disponierung der Hilfe möglich ist.
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